Blick vom Guglgrat nach SW auf die Eisenerzer Alpen, Seckauer und Rottenmanner Tauern.
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Höchster erreichter Punkt
Höhe 1699m
Gebirgsgruppe Ennstaler Alpen / Gesäuseberge
Breite 47°33'41.0"
Länge 14°39'07.0"
Tourendaten
Tourenart Bergtour
Starthöhe 866m
Höchster Punkt 2330m
Höhendifferenz 1534m
Entfernung 18,00 km
Aufstiegszeit 5 h 30 min
Abstiegszeit 4 h 30 min
Gesamtzeit 10 h 00 min
GPS-Daten GPX Datei downloaden


KartenausschnittHöhe & ZeitHöhe & Weg


Nach längerer Zeit bin ich wieder ins Johnsbachtal im Gesäuse gekommen. Kurz nach 6.15 Uhr beginne ich die heutige Bergtour beim Parkplatz neben dem Gasthaus Kölblwirt. Zuerst geht es über eine Wiese, bevor der Anstieg einer Schotterstraße folgt, die nach einiger Zeit in einen steilen Schotterweg übergeht. Durch die Steilheit ist die morgendliche Kälte schnell vergessen und als ich nach einer Stunde bei der Unteren Koderalm (1229m) ankomme, verpacke ich Jacke und Stirnlampe im Rucksack und wandere über den sanft ansteigenden Almboden Richtung Osten hinauf.

Währenddessen geht die Sonne auf und taucht den nahen Ödstein und den Festkogel in oranges Licht. Am oberen Ende der Alm beginnt wieder ein Waldabschnitt, den ich bald Richtung Stadlalm (1597m) verlasse. Von der Alm kann man bereits das Hochtor (2369m) und das Hochzinödl (2191m) gut sehen und so vergeht die Zeit recht flott, bis ich den Gamsbrunn und wenig später die Heßhütte (1699m) erreiche.

Da es noch vor 9 Uhr ist, verzichte ich vorerst auf eine Einkehr und wandere gleich weiter auf das Hochtor zu. Wie bereits im September 2009 übersehe ich auch heute wieder die Abzweigung und wandere kurzzeitig am Weg Richtung Planspitze weiter. Doch schnell ist der Fehler entdeckt und schon marschiere ich am richtigen Weg weiter. Nach zwanzig Minuten erreiche ich den Bergfuß, wo ich meine Teleskopstöcke deponiere. Nun beginnt der Anstieg mit der Querung eines Geröllfeldes und in kurzen Serpentinen komme ich rasch höher. Nicht lange dauert es und ich erreiche eine erste Felsstufe, die relativ einfach zu überwinden ist. So setze ich den Anstieg fort und nach ein paar weiteren einfachen Passagen, die durch kurze Stufen mit Seilsicherungen unterbrochen sind, gelange ich in den oberen Teil der Ostflanke. Hier ist das Gelände um einiges steiler und es gibt nahezu keine Gehgelände mehr, sondern man benötigt großteils die Hände für den weiteren Aufstieg.

Schließlich erreiche ich nach ca. zwei Stunden den Beginn des Guglgrats. Hier wird mir beim Abklettern ohne künstliche Sicherungen schnell auch der freie Blick ins 1,5km tiefer liegende Johnsbachtal bewusst und ich steige um einiges konzentrierter weiter. Trotz der eher ungewohnten Ausgesetztheit hält sich meine Höhenangst in Grenzen und so steige ich nahezu ohne Sorgen weiter Richtung Gipfel. Schließlich kommt der Gipfelaufbau sehr nahe, als ich vor einer schrägen Platte mit dahinter liegender Felsstufe bemerke, dass hier das Sicherungsseil ausgerissen ist. Da genau an dieser Stelle der Tiefblick besonders gut ist und das Gelände eher keine Fehler verzeiht, setze ich mich für ein paar Minuten hin und überdenke meine Optionen. Da ich mir sicher bin, die Stelle im Aufstieg überwinden zu können, jedoch Zweifel habe, was den Abstieg betrifft, entscheide ich mich schweren Herzens dafür, nur 50 Meter unter dem Gipfel des Hochtors umzudrehen und den Rückweg anzutreten.

Der Abstieg über den Guglgrat zurück zum oberen Ende des Josefinensteigs klappt recht gut und ich kann den Grat nach einer guten halben Stunde hinter mir lassen. Beim ersten Blick hinunter zur rund 500m tiefer gelegenen Heßhütte wird mir schnell die Steilheit des Geländes bewusst. Aus diesem Grund steige ich sehr bedacht und daher langsamst durch den steilen oberen Teil hinab. Die Anspannung löst sich erst, als ich wieder längere Abschnitte im Gehgelände vor mir habe. Schließlich erreiche ich nach gut 2,5h wieder den Fuß des Berges und wandere zur Heßhütte zurück. Hier beruhige ich meine Nerven mit einem geistreichen Getränk und mache mich bald wieder an den Abstieg.

Da es mittlerweile schon nach 15 Uhr ist und ich am Abend einen Termin habe, erhöhe ich ein wenig das Tempo. Flott gelange ich zum Gamsbrunn und wenig später ist auch die Stadlalm wieder erreicht. Nach ein paar Fotos geht es über die Obere Koderalm und von dort durch den steilen Wald hinunter zur Unteren Koderalm. Hier präsentieren sich Ödstein, Festkogel und Hochtor in tollem Nachmittagslicht, was ich wieder für eine kurze Fotopause nutze. Danach marschiere ich ohne weitere Pausen über die Alm hinunter und komme bald wieder auf den steilen Schotterweg, der mich schließlich zum Steig zurück zum Kölblwirt führt.

Auch beim dritten Versuch hat die Hochtorbesteigung (1. Versuch und 2. Versuch) nicht klappen wollen, aber der Berg steht ja hoffentlich noch länger...


Panorama-Bilder mit Beschriftung sind hervorgehoben!


 
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